Kategorie 'Studien'

Prognose korrigiert: 903 Millionen Euro für klassische Online-Werbung

Add comment Januar 23rd, 2007

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW hat die Umsätze in der sogenannten “klassischen Online-Werbung” für 2006 ermittelt. Mit 903,1 Millionen Euro liegen die Umsatzzahlen deutlich über den im September prognostizierten 785 Millionen Brutto-Werbeerlösen in diesem Bereich. Der OVK geht daher davon aus, dass auch die Gesamtumsätze, inklusive der zuletzt rasant gestiegenen Bereiche Suchmaschinen- und Affiliate-Marketing, klar über den Erwartungen
liegen werden. Als Gründe führen die Experten an, dass immer mehr Werbegelder zu Gunsten des Internets verlagert werden. Zudem haben verstärkt mittelständische Unternehmen, Handelsorganisationen sowie die Konsumgüterindustrie die Online-Werbung für sich entdeckt.

Der Fußball-Weltmeisterschaft hingegen messen die Experten des BVDW nur geringe
Effekte in der gesamten Entwicklung bei. Noch im September war der Online-Vermarkterkreis davon ausgegangen, dass die Umsätze der klassischen Online-Werbung zwar sehr deutlich, nämlich um 47 Prozent im Jahresmittel steigen würden. Die vorliegenden Zahlen in Höhe
von 903,1 Millionen Euro weisen jedoch einen weitaus größeren Zuwachs in Höhe von 69 Prozent aus. “Das zeigt, dass die Online-Werbung nach der Fußball-Weltmeisterschaft noch einmal richtig Fahrt aufgenommen hat”, zeigt sich der OVK-Vorsitzende Paul Mudter (InteractiveMedia CCSP GmbH) hochzufrieden. “Die durchweg positive Entwicklung im zurückliegenden Jahr belegt, dass inzwischen auch die Top-Spender aus dem FMCG-Bereich die
Vorteile des Mediums Internet - wie Interaktivität, zielgruppengenaue Ansprache und hohen Kreativspielraum - gezielt nutzen und das Internet als Werbemedium gesetzt ist.” Eine ganze Reihe verschiedener Parameter belegen, dass es sich um keinen vorübergehenden Trend, sondern um eine langfristige Entwicklung handelt.

So konnte keine andere Mediengattung im vergangenen Jahr Zuwachsraten vorweisen, die auch nur annähernd mit der Zuwachsrate der Online-Medien vergleichbar ist. Als wichtigste Wachstumstreiber entpuppten sich dabei Handelsorganisationen, die ihre Investitionen im Online-Bereich mehr als vervierfacht haben. Während die klassischen Medien gerade einmal mit 3,6
Prozent Zuwachs von der Investitionsbereitschaft dieses Wirtschaftszweigs profitieren konnten. Auch die Medien- und Verlagsbranche sowie die Telekommunikationsbranche haben massiv zugelegt und ihre Online-Werbegelder annähernd verdoppelt.

Die größten Zuwächse konnten die Online-Vermarkter bei folgenden Produktgruppen verzeichnen: Bild und Tonträger Musik (plus 1146 Prozent) sowie Rasierer und Zubehör (plus 1052,9 Prozent). Produktgruppen wie Zeitungen-Werbung (plus 522,1 Prozent), Haarpflege (513,7 Prozent), Möbel und Einrichtung (510,7 Prozent) haben ihr Online-Werbevolumen mehr als
verfünffacht.

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